Tag der offenen Tür in Eilbek

Bereits zum 8. Mal haben wir zusammen mit der Eilbeker Gemeinschaft der Guttempler ein „Fest für Freunde“ im Rahmen der Aktionswoche Alkohol in unserer Einrichtung in der Conventstraße veranstaltet. Das Interesse war groß, unsere Angebote und Arbeit kennenzulernen. Höhepunkt neben den kulinarischen Köstlichkeiten und Guttempler-Grillspezialitäten war die Kunstaktion „Die Brücke gestalten“. Die Beiträge der Literaturgruppe „Easy Writer“ und der Brücke-Blus-Band rundeten das Ereignis ab.

In der Begrüßung ging die Projektleiterin Anke Parey auf das Schwerpunktthema der diesjährigen Veranstaltung – Auswirkungen des Suchtmittelkonsums auf das Erwerbsleben – ein. Die Suchtgefahr für Arbeitslose ist doppelt so hoch wie für Erwerbstätige. Das zeigt sich zu Beginn einer medizinischen Rehabilitation für Abhängigkeitserkrankte. Über 50 % aller Rehabilitanden sind ohne Arbeit. Ein neu entwickeltes Konzept der Rentenversicherung soll einen Widereinstieg ins Erwerbsleben erleichtern. Mit BORA (beruflich orientierte Rehabilitation für Abhängigkeitserkrankte) wird das Ziel verfolgt, den Erwerbsbezug  in der Rehabilitation mehr zu stärken. Das soll u.a. erreicht werden durch eine präzise Einschätzung der Leistungsfähigkeit und des Förderbedarfs des Rehabilitanden, die Abklärung seiner/ihrer Fähigkeiten, Fertigkeiten und auch Belastbarkeiten und letztendlich durch die Entwicklung von Perspektiven zur beruflichen (Wieder-)Eingliederung unter Berücksichtigung der aktuellen Arbeitsmarksituation. Erste Erfolge dieses Programm werden 2016 erwartet.

Ein gibt ein weiteres Hindernis für Arbeitslose,im Erwerbsleben Fuß zu fassen. Arbeitslose stehen an 1. Stelle der Krankschreibungen wegen psychischer Störungen , v.a. Depressionen. Sucht und Depression gehen häufig Hand in Hand. Es ist dann die Frage, was war zuerst da? Hilft das Suchtmittel die Depression oder Ängste zu ertragen oder die psychische Störung vielmehr eine Folge des Suchtmittelkonsums.

Wichtig ist in jedem Fall eine frühzeitige Ansprache,wenn befürchtet wird, dass der Suchtmittelkonsum außer Kontrolle gerät. Dazu gehört oft Mut und die Überwindung von Scham – sowohl bei den Konsumierenden als auch bei ihren Mitmenschen. Aber schnelle Beratung und  Behandlung sind die beste Gewähr für die Vermeidung einer anhaltenden Abhängigkeit.

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