Leserbrief

Artikel im Abendblatt Seite 7 vom 13.09.2013, „Wie Hamburg Jugendliche schützen will“

Die unvorstellbare Summe von geschätzten 99 Millionen Euro geben die 20 Werbetreibenden mit den höchsten Werbeausgaben in Deutschland hochgerechnet in Hamburg pro Jahr für Werbung aus. Damit ist der öffentliche Raum in der Hansestadt besetzt, unter anderem mit deutlich wahrnehmbarer Werbung für den Konsum von Alkohol. Von daher begrüßen wir die Initiative des Sozialsenators Detlef Scheele, mit dieser Aktion Erwachsene und Jugendliche vor den katastrophalen Folgen des Alkoholmißbrauches zu schützen. Tatsache ist, dass vor dem Hintergrund einer öffentlichen Präventionskampagne die Anzahl der Besuche in den Hamburger Beratungsstellen messbar ansteigt. Die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen konnte mit ihren Suchtwochen neben der direkten Ansprache der Hamburger, immerhin 15% mehr Beratungskontakte erreichen. Dabei steht dafür nur ein vergleichweise geringer Etat zur Verfügung.

Die Beschränkung des Alkoholverkaufes über ein deutlich verkleinertes Zeitfenster und durch lizensierte Verkaufsstellen, was die Testkäufe überflüssig machen würde, ist aus unserer Sicht dringend geboten. Auch die 0 Promillegrenze im Straßenverkehr würde viel zur Glaubwürdigkeit der Bemühungen zur Verringerung des Konsums beitragen.

Wolfgang Lütjens

Wolfgang Lütjens

Die Stadt Hamburg knüpft mit dieser Aktion an die vielen präventiven Angebote für Bürger, Schulen, Kindergärten und andere Institutionen an. Wir wissen aus unserer langjährigen Erfahrung, dass es ein schwieriger Kampf ist und der Senat in seinen seinen Bemühungen nicht nachlassen darf.

Wolfgang Lütjens und Cornelia Mertens
(Mitglieder im Vorstand der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen)

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