Essstörungs- beratung erweitert

Die Brücke e.V. hat sich an der Ausschreibung für die Umsetzung des Konzeptes „Prävention von Essstörungen in der Adoleszenz und Erschließen von Zugangswegen zum Hilfesystem“ beteiligt. Die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz hat uns ab dem 01. November 2010 den Zuschlag für die zuwendungsfinanzierte Leistung gegeben.

Melanie Rottmann

Melanie Rottmann

Grundlage unserer Arbeit ist das Konzept „5 für 1“. Das ausgeschriebene Beratungsangebot wird der Kernteil von fünf Essstörungsprojekten der Brücke e.V. sein. Es soll in die vorhandenen Strukturen der Brücke e.V. eingebunden und mit ihnen eng vernetzt sein. Die Beratungsstelle wird zum einen in ihrer Arbeit unterstützt durch eine Betreuungsstelle für essgestörte Jugendliche nach dem KJHG. Zweitens wird sie ergänzt durch die Ernährungstherapie und Abnehmgruppen nach dem Brückekonzept AdE. Drittens werden Jugendliche unmittelbar in ambulante Psychotherapie übergeleitet. Viertens können PatientInnen aus dem Asklepios Westklinikum im Rahmen von Nachsorge und Intervallbehandlung versorgt werden.

Das alles wird integriert in das Hamburg weite Brücke-Beratungskonzept, das bereits stadtteilbezogene Beratungsstellen in den Bezirken Wandsbek und Altona mit Bezug auf Mitte und Nord vorhält. Vereinbart sind Beratungssprechstunden in den Bezirken Eimsbüttel, Harburg und Bergedorf, die kurzfristig realisiert werden.

Dabei werden die bestehenden und fünf Jahre durch die Aktion Mensch geförderten Komponenten Beratungs- und Hilfsangebote sowie Netzwerkmanagement und Öffentlichkeitsarbeit gesichert und sinnvoll erweitert. Ziel ist es, für Jugendliche, also Mädchen und Jungen im Alter von 11-17 Jahren, und für Angehörige in der Stadt Hamburg ein flächendeckendes Beratungsangebot vorzuhalten. Diese Maßnahmen werden der Entstehung von Essstörungen und von auffälligem Essverhalten im Sinne einer primären universellen Prävention entgegenwirken oder bereits manifestierte Essstörungen im Sinne einer sekundären Prävention frühzeitig erkennen.

Seit 1986 bietet die Brücke e.V. Therapie und Beratung für essgestörte Menschen an. Bis das Psychotherapeutengesetz im Jahr 1999 in Kraft trat bestand hier bundesweit das größte ambulante Essstörungszentrum. Seit nun mehr fünf Jahren betreiben wir eine Beratungsstelle für essgestörte Mädchen auf der Grundlage von mittlerweile 24 Jahre Erfahrung in der erfolgreichen Behandlung essgestörter Menschen in Hamburg.

Vor diesem Hintergrund werden wir das neue Projekt erfolgreich betreiben und freuen uns sehr über die Entscheidung der Behörde.

Kontakt: Melanie Rottmann, 040 666 120, info(at)essstoerungs-therapie.de

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