Prävention

Cornelia Mertens, Melanie Rottmann, Peter Schreiber

Cornelia Mertens, Melanie Rottmann, Peter Schreiber

Anorexie, Bulimie, Binge Eating oder Biggerexie- Essstörungen haben viele Namen und Formen. 1/5 aller Jugendlichen auch in Eidelstedt weisen inzwischen Symptome einer Essstörung auf. Es sind sowohl Mädchen als auch Jungen betroffen.

Der SPD-Bezirksabgeordnete Peter Schreiber besuchte die neue Einrichtung sMUTje und informierte sich über die Präventionsarbeit im Stadtteil. Die Essstörungen werden als psychosomatische Erkrankung mit Suchtcharakter eingeordnet. Um Essstörungen vorzubeugen gilt es, wie bei allen Suchterkrankungen, die Persönlichkeit und den Selbstwert zu stärken. Präventive Ansätze konzentrieren sich deshalb auf die Stärkung wichtiger Lebenskompetenzen. Die Leiterin der Einrichtung, Diplom-Sozialpädagogin Melanie Rottmann stellte fest: „Jugendliche müssen lernen auch mit negativen Gefühlen adäquat umzugehen und nicht mit Essen oder Hungern zu reagieren.“

Lebenskompetenz zu besitzen bedeutet, die Fähigkeit zu haben, mit den Anforderungen und Herausforderungen des täglichen Lebens umzugehen. Das heißt, dass Kinder und Jugendliche Herausforderungen und Bedrohungen wie Gruppendruck, Konsumorientierung, Verfügbarkeit von Drogen, persönliche Krisen, Schulstress, Reizüberflutung und Ängste bewältigen können.

„Neben Elternhaus und Schule kann Sport einen wichtigen Beitrag zur Suchtprävention im Sinne der Selbstwertsteigerung sein,“ sagte Peter Schreiber vor dem Hintergrund eigener langjähriger Erfahrungen.

sMUTje plant einen Aktionstag unter dem Motto „MUTig wie die Meister“ in Zusammenarbeit mit dem FC St.Pauli – Rugby und einer Eidelstedter Schule. Darüber hinaus kann von sMUTje eine Unterrichtseinheit zur Prävention von Essstörungen angeboten werden.

Informationen unter 666 120 oder info@smutje-hh.de

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