Ambulante medizinische Rehabilitation

Unsere Beratungszeiten – persönlich, ohne Anmeldung, kostenlos und annonym

15:00 – 17:00 Uhr 17:00 – 19:00 Uhr
Montag Eimsbüttel-Stellingen
Wördemannsweg 23a, 22527 Hamburg
Telefon: 040/ 668 36 36
Dienstag Eilbek
Conventstraße 14, 22089 Hamburg
Telefon: 040 / 668 36 38
Wandsbek-Tonndorf
Walddörferstraße 337, 22047 Hamburg
Telefon: 040 / 668 36 37
Mittwoch Eimsbüttel-Stellingen
Wördemannsweg 23a, 22527 Hamburg
Telefon: 040/ 668 36 36
Donnerstag Wandsbek-Tonndorf
Walddörferstraße 337, 22047 Hamburg
Telefon: 040 / 668 36 37

 

Bei terminlich schwierigen Fällen vergeben wir auch Beratungsgespräche ausserhalb der vorgegebenen Sprechzeiten.
Wir sind gut mit der S-Bahn und den Bussen zu erreichen und sind behindertenfreundlich eingerichtet.

Für wen ist die ambulante medizinische rehabilitation hilfreich?

Unser suchtmittelübergreifendes Angebot ist für die Personen hilfreich und sinnvoll, die abstinent ihren Alltag bewältigen können, sich jedoch noch suchtgefährdet fühlen. Dies gilt vor allem für ehemals Heroin-, Kokain- und Alkoholkonsumierer. Gute Voraussetzungen bietet eine zuvor gemachte Entgiftung und /oder stationäre suchtspezifische Therapie.

Für Cannabiskonsumenten, für die es kaum ein stationäres Möglichkeit gibt, besteht die Möglichkeit über ein begrenztes Beratungsangebot, die Droge ausschleichen zu können, bis eine ambulante Therapie beantragt werden kann.

Es besteht auch die Möglichkeit bei sogenannten Doppeldiagnosen z.B. „Psychosen und Sucht“; „Ess-Störung und Sucht“ sowie bei pathologischen Glücksspielern mit einem Alkohol- und/oder Drogenproblem, einen Therapieplatz bei uns zu bekommen.

Des weiteren sind wir für alle, die aufgrund von Delikten in der Vorgeschichte bestraft wurden, eine §35 „Therapie statt Strafe“ akzeptierte Einrichtung.

Konzeption der Einzel- und Gruppentherapie

Hauptschwerpunkt der Therapie ist die Kombination von Einzel- und Gruppentherapie.

– Die Schwerpunkte der Einzeltherapie mit einem/einer BezugstherapeutIn können sehr unterschiedlich sein, je nach individuellen Themen und Problemlagen. Im Vordergrund steht der Aufbau einer vertrauensvollen Arbeitsgrundlage und Allianz.
Ziel ist, die Einsicht in die Funktionalität der Suchtmittel und die individuelle Dynamik im Zusammenhang zum Drogen- und/oder Alkoholkonsum.

– Die Schwerpunkte in der Gruppentherapie ist der Aufbau sozialer Kompetenzen, das Besprechen schwieriger Alltags- und Berufssituationen, Drogen- und Alkoholkonsum versus abstinentes Leben und Erleben sowie Rückfallbesprechungen und -vorbeugung. Hier steht die konstruktive Interaktion der Teilnehmer im Vordergrund der Behandlung. Die Gruppe wird meist von zwei TherapeutInnen geleitet, wobei meist einer/eine der/die BezugstherapeutIn ist.
Ziel ist, der Abbau sozialer Ängste und Unsicherheit und damit die Möglichkeit, sich leichter in Selbsthilfegruppen integrieren zu können.

Während die Einzeltherapie in Form von Beratung von Beginn an besteht, kann eine Integration in eine unserer Abstinenzgruppen erst nach Bewilligung der Therapie beginnen.

– Zusätzlich können noch Bezugspersonengespräche mit Angehörigen, Partnern und/oder Freunden stattfinden. Auch Paargespräche sind möglich.
Ziel ist, mit Hilfe der TherapeutInnen, den Angehörigen und Partnern wichtige Informationen über Sucht und die Wirkungen in Partnerschaften und Familien zu vermitteln und Gespräche anbieten zu können bei etwaigen Schwierigkeiten im alltäglichen Zusammenleben.

Wenn jemand bisher nur sehr wenig über „Sucht und ihre Auswirkungen“ weiß oder nur wenig therapeutische Erfahrungen hat, kann an unserer Informations- und Anbindungsgruppe teilnehmen Diese Gruppe besteht aus 8 Themenabenden, jeder Abend ist in seiner Thematik in sich abgeschlossen.

Beantragung einer ambulanten medizinische Rehabilitation

Die Beantragung läuft über die Rentenversicherungsträger – in Ausnahmen übernehmen die Krankenkassen die Therapie. Bei Sozialhilfeempfänger zahlt das Sozialamt die ambulante Rehabilitation. Auch besteht die Möglichkeit, dass jemand seine Therapie selbst bezahlen kann.

Beratungsangebote

Obwohl der Schwerpunkt unserer ambulanten Einrichtung die therapeutische Arbeit mit Suchtkranken ist, bieten wir für alle Interessierten ein Beratungs- und Informationsangebot. Dies besteht aus einem einmaligen Informationsgespräch und der Teilnahme an unserer Informationsgruppe. Je nach Kapazität und Nachfrage bieten wir zusätzliche Angebote für unsere Klientel wie Entspannungstraining, Akupunktur und Kunsttherapie.

Überlegungen und Umgehen mit Rückfällen

Einer der schwierigsten Punkte in der therapeutischen Arbeit mit abhängigkeitserkrankten Menschen ist der Umgang mit Rückfällen, d.h. dem erneuten Konsumieren des/der Suchtmittel(s).
Einige Informationen vorweg: Wir sind beauftragt eine abstinenz-orientierte Therapie für Suchtkranke durchzuführen, denn nur so, kann an den eigentlichen Hintergünden gearbeitet und Veränderungen entwickelt werden. Andererseits wissen wir auch, dass der Rückfall der sichtbare Ausdruck einer Abhängigkeitserkrankung ist.

Abstinenz heisst in diesem Fall, jeglicher Verzicht auf legale Suchtstoffe wie Alkohol und bestimmte Medikamente sowie illegale Drogen (inkl. Cannabis, Kokain, Heroin, Crack, Speed und der Partydrogen).

Rückfälle können, wenn sie von den betroffenen Personen angesprochen und mit Hilfe der Therapie schnell wieder gestoppt werden, wichtige Informationen geben, die man zuvor nicht gesehen oder besprochen hat. Dabei wird das eigentliche Rückfallgeschehen, d. h. in welcher Situation kam der Rückfall, welche Gedanken und Gefühlen gingen einher, erarbeitet.

Schwierig wird die Fortführung der Therapie bei andauerndem Konsum von Drogen und/oder Alkohol. Wir empfehlen dann eine eventuell erneute qualifizierte Entgiftung und/oder stationäre Therapie und unterstützen Sie auf dem Weg zur Abstinenz.

Das Team der ambulanten medizinische Rehabilitaton bei der Brücke e.V.

Die Brücke e.V. stellt für die ambulante Suchttherapie und Rehabilitation ein multiprofessionelles MitarbeiterInnen-Team zur Verfügung aus Dipl.-PsychologInnen und Dipl.-SoziapädagogInnen. Alle verfügen über langjährige Erfahrungen im Suchtbereich, haben therapeutische Zusatzqualifikationen und sind als Psychotherapeuten gemäß HPG anerkannt.

Unsere Funktionärztin begleitet die Therapien aus medizinischer Sicht. Außerdem gibt es für genügend qualifizierte PraktikantInnen die Möglichkeit der Mitarbeit.